Stadtansichten

Ende der 60er Jahre erlebte der Verein einen bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht dagewesenen Zulauf von Jugendlichen. Plötzlich, so schien es wollte jeder das Musizieren erlernen. Dies bedeutete für den Vereine eine wesentliche Stärkung in personeller und musikalischer hinsicht.

Ganz deutlich zeigte sich dies auch in der Zahl der Auftritte in der Folgezeit. Waren es 1960 nur 14 Auftritte jährlich, so steigerte sich die Zahl der Auftritte auf über 40.

1972 wurde das 80jährige Stiftungsfest erneut in großem Rahmen gefeiert.

Die Auflösung des Kreises Saarburg schwächte die Stadt erheblich. Arbeitsplätze gingen verloren und die Abwanderungsrate war groß. Saarburg musste nun ein neues Standbein für seine weitere Entwicklung finden, das im Fremdenverkehr lag. Dies erfordert auch beim Musikverein ein Umdenken. Nach den zu ersetzenden Musikern kamen auch andere musikalische Anforderungen an den Verein. Es galt auch fremdenverkehrsfördernd tätig zu werden.

Der Verein, der bis dahin seine Jugendliche selbst ausgebildet hat, schloss sich in dieser Zeit der Kreismusikschule Trier-Saarburg an. Die Ausbildung wird seit dieser Zeit in Zusammenarbeit zwischen Kreismusikschule und Verein vorgenommen. Jährlich werden neue Lehrgänge angeboten. So kann sichergestellt werden, dass auch in Zukunft gutausgebildete Musik dem Verein zur Verfügung stehen.

Auch die 80er brachtne für den Verein Besonderheiten. So häuften sich ständig die Anforderungen an den Verein. Auftritte in Berlin, Innsbruck, Stockach, Walchsee und Soulac-sur-Mer waren als Erfolge zu werten und förderten in erheblichem Umfang die Kameradschaft unter den Musikern. Finanziell waren aber gerade diese Jahre die schwierigsten. Nur wenige Einnahmequellen waren vorhanden und es bestand auch keine Möglichkeit, weitere zu erschliessen. Jedes Mitglied musste daher seinen Anteil an den Kosten tragen.